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GEORG KLOTZ

 
     
  (1919 -1976)

Ein Toter kehrt heim. Schweigend treten wir an den Saum seines Weges, der einst sein Fluchtweg war vor gedungenem Verrat und vorher des Lebens, des Kampfes Bahn. Allein in den Wäldern vollendete sich sein Geschick, den unseren so nah verwandt, nur ohne Makel der Feigheit. So war er von vielen aufgegeben, bevor er dem Letzten verfiel. Allein in den Wäldern trat der Tod in den Weg.

Verse der Tiroler Dichterin Gabi von Pidoll auf den Tod des Freiheitskämpfers Georg Klotz. Der Rebell aus Südtirol, schon zu Lebzeiten eine Legende, verkörpert wie kaum ein anderer den Freiheitswillen des südlichsten deutschen Landes. Er ist als einer der härtesten und unbeugsamsten Verfechter Tiroler Selbstbestimmung in die Geschichte eingegangen.

Georg Klotz wird am 11. September 1919 in Walten in Passeier geboren. Er erlernt das Handwerk des Schmiedes und Köhlers. Im Zweiten Weltkrieg dient er als Wehrmachtsoldat. In der nachfaschistischen Zeit engagiert er sich für die Schützenbewegung, zählt in Südtirol zu den Neubegründern des Schützenbundes und hat entscheidenden Anteil an dessen Wiederaufbau.

Ende der 50er Jahre erkennen Klotz und seine Kameraden, daß den Gefahren für die Heimat durch römischen Imperialismus und Überfremdung nicht mit frommen Sprüchen oder papiernen Protesten begegnet werden kann. Es droht die endgültige Italia-nisierung des Gebietes.

Südtirol vom Brenner bis zur Salurner Klause gehörte seit 1300 Jahren zum deutschen Siedlungsgebiet, als es 1918 von Italien annektiert wurde. Kaum 3 Prozent der Bevölkerung waren Italiener, die erst seit den Bahnbauarbeiten Ende des 19. Jahrhunderts dort lebten. 1915 hatte Rom im Londoner Geheimvertrag von den Westmächten das Land für den Frontwechsel im Krieg versprochen bekommen. Das Diktat von Saint-Germain 1919 bestätigte den Landraub. Seither war Rom bemüht, das Deutschtum an Etsch und Eisack auch gewaltsam zurückzudrängen und immer mehr Süditaliener anzusiedeln.

Klotz gehört zum Führungskreis der Untergrundbewegung, die Ende der 50er, Anfang der 60er Jahre den aktiven Kampf gegen die Besatzer führt. Das Leben anderer wird nicht gefährdet. Doch Masten, die in die Luft fliegen, halbfertige Volkswohnbauten für Überfremdungsnachschub aus dem Süden, die zusammenstürzen, Duce-Denkmale und andere Symbole welschen Größenwahns, die gesprengt werden - das sind Signale, um die Weltöffentlichkeit auf die Überlebensfragen des Deutschtums in Südtirol aufmerksam zu machen. Die Aktionen wirken sich mittel- und langfristig positiv aus: Rom sieht sich zu Zugeständnissen gezwungen.

Zunächst jedoch reagiert Italien mit brutalem Terror auf die Aktionen der Selbstbestimmungskämpfer um Klotz. Auf den Jörg wird eine hohe Kopfprämie ausgesetzt, in Abwesenheit verurteilt man ihn im Mailänder Schauprozeß zu 51 Jahren Kerkerhaft; seine Frau - Mutter von sieben Kindern - muß für 14 Monate ins italienische Gefängnis.

1962 ins österreichische Exil gezwungen, kehrt Georg Klotz im September 1964 mit seinem Kameraden Luis Amplatz insgeheim nach Südtirol zurück. Wobei beiden klar ist, daß sie sich in Lebensgefahr begeben. Denn der italienische Geheimdienst schreckt vor keiner Methode zurück, die Führer der Südtiroler Untergrundbewegung zu vernichten. Am 7. September 1964 werden Amplatz und Klotz im Schlaf Opfer des Pistolenanschlags eines gedungenen Mörders. Amplatz stirbt an Ort und Stelle, Klotz rettet sich mit schier übermenschlicher Anstrengung durch einen 42stündigen Fußmarsch über das Rotmoosjoch in das Ötztal - verfolgt von italienischen Häschern.

Plötzlich und unerwartet stirbt Klotz am 24. Januar 1976 im »Exil« in der Nähe seiner Köhlerhütte im Nordtiroler Stubaital. Seine letzte Fahrt über den Brenner nach Passeier, seine Aufbahrung in der Andreas-Hofer-Kapelle beim Sandwirtshaus in St. Leonhard und seine Beisetzung auf dem Friedhof von St. Leonhard werden durch die Teilnahme Abertausender Gesinnungsfreunde zu einem Tiroler Freiheitsbekenntnis.
 
 

 

 

 
 
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